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Microsoft Dynamics CRM mit anderen Systemen verbinden war noch nie so einfach!

Verbinden.png

Kennen Sie das? Jeder spricht davon Datensilos abzubauen und endlich mal das Dynamics AX mit dem Dynamics CRM zu verbinden und am besten soll auch noch die Social-Media-Kanäle mit eingebunden werden? Spätestens wenn es um die geschätzten Kosten für die Implementierung geht wird dieses Projekt dann schnell beerdigt. Entweder sind die Entwicklungskosten zu hoch oder man muss sich in eine Vielzahl von Integrationstools einarbeiten.

Geht das nicht auch einfacher, schneller und günstiger? Ja!

Microsoft stellt mit Microsoft Flow und Microsoft Azure Logic Apps zwei System bereit, die perfekt für diese Anforderungen geschaffen sind.


Microsoft Flow (Weniger arbeiten, mehr erledigen)

Bild1.pngMit Microsoft Flow können Sie über einem Anwender freundliche Oberfläche, per Drag and Drop verschiedene Systeme und Dienste mit einander verbinden. Die meisten Integrationstools sind auf Administratoren zu geschnitten und dem entsprechend "bedienbar", Microsoft Flow wurde für den normalen Power User geschaffen. Jeder der schon mal einen Workflow im Microsoft Dynamics CRM erstellt hat, kann sofort loslegen.

Klingt nach dem üblichen Marketing Zauber? Ja, nur stimmt es diesmal!

Wir zeigen Ihnen nun ein paar einfache Beispiele wie Sie typische Anforderungen einfach mit Micro Flow umsetzen können.

Twitter Timeline auslesen und auf den Inhalt der Post reagieren.

Ihr Social-Media-Team ächzt unter der ständigen Last ihrem Follower? Unterstützen Sie Ihr Team. Per Microsoft Flow können Sie auf Standard Fragen und Problemen direkt reagieren.

Der Kunde äußerst sein Interesse an ihren tollen Produkten? Microsoft Flow überprüft ob im Post bestimmte Begriffe vorkommen und erstellt automatisch einen Lead im CRM.

Das würde zum Beispiel so aussehen:
 Twitter Timeline auslesen und auf den Inhalt der Post reagieren.png

Sie wollen aus „Problem“ Tweets automatisiert einen Incident im CRM erstellen?

Kein Problem, passen Sie einfach den eben erstellten Flow an und erstellen Sie diesmal einen Incident. Ihr Social-Media-Team kann sich voll die Lösung des Problems und die Kommunikation auf mit dem Kunden konzentrieren und muss nicht erstmal Daten im CRM eintragen. Besser geht’s nicht!

Dieser Flow würde dann so aussehen:

Incident für Problemtweets erstellen.png

Lieber CRM Experte, wir hätten gerne einen Freigabe-Prozess.

Bisher war die Antwort nicht sonderlich Budget sparend und hakelig zu implementieren. Kein Problem mit Microsoft Flow. Es gibt eine vorgefertigte Freigabe Komponente, die sich um alles kümmert. Der Kunde möchte, dass Angebote freigegeben werden müssen? Dann orientieren Sie sich einfach an diesem Beispiel-Flow wie folgt:

Freigabe Prozesse

Erklärung:
Auf dem Systembenutzer im CRM können Sie einen Manager hinterlegen. Diesen ruft der Flow ab und sendet an den verantwortlichen Manager eine Freigabe E-Mail.

Email Freigabe-Prozess

Der Manager sieht sofort, worum es geht und welcher Kollege die Freigabe-Anfrage stellt. Sobald der Manager auf Approve/Reject drückt, läuft der Flow weiter und gibt das Angebot frei. 

 

Microsoft Azure Logic APPs

Microsoft Azure Logic APPsDie Microsoft Azure Logic Apps sind der große Bruder vom Flow. Falls Sie an die Grenzen von Flow kommen, können Sie diese einfach exportieren und als Logic App importieren. Dort stehen Ihnen tiefgreifende Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können eigene Programmierungen einbinden oder einen hochverfügbaren WebService innerhalb von Minuten erstellen.

Ein hochverfügbarer WebService in Minuten?!

Sie kennen das sicherlich? Früher oder später wird im Rahmen eines Projektes ein WebService benötigt. Der WebService soll natürlich hochverfügbar sein und eine sinnvolles Logging ermöglichen. Da werden schnell drei Projektwochen für fällig. Nutzen Sie einfach die Logic Apps und Ihr JSON WebService steht in Minuten. Schauen wir uns das Ganze einfach mal an, um Sie zu überzeugen.

Wie in Flow klicken Sie sich die einzelnen Bausteine per Drag & Drop zusammen.

Hochverfügbarer WebService in Minuten


Nach dem Sie eine neuen Logic APP erstellt haben, schlägt Ihnen Microsoft ein paar Komponenten vor. Wir nehmen „When an HHTP request is received“.

 

When an HHTP request is received

Anschließende klicken wir auf „Edit“

 

Use sample payload to generate schema

Wir sehen nun die Definition des WebService, also welche Felder Verfügbar sind. Klicken Sie einfach auf „Use sample payload to generate schema“.

Bild10.pngFügen Sie nun einfach das gewünscht JSON ein und drücken Sie auf „Done“.

 

Ergebnis: ein hochverfügbarer WebService

Herzlichen Glückwunsch. Sie haben nun einen hochverfügbaren WebService der JSON entgegennimmt. Nun sorgen wir dafür, dass er auch etwas tut.

 

Add an action

Klicken Sie auf „+ New Step“ und dann auf „Add an action“.

 

Wählen Sie Dynamics 365 Create Record aus.

Wählen Sie Dynamics 365 Create Record aus und stellen Sie eine Verbindung zum CRM her. Als Entität wählen Sie Lead und dann klicken Sie auf „Nachname“.

 

Übersicht WebService

Sie sehen nun alle Felder, die Sie eben im WebService eingerichtet haben. Klicken Sie auf „Lastname“.

 

Feld Lastname aus WebService auf Feld Nachname im Lead zugeordnet

Herzlichen Glückwunsch Sie haben erfolgreich das Feld Lastname aus den WebService auf das Feld Nachname im Lead zuordnet.

 

Zuordnung der restlichen Felder

Ordnen Sie nun die restlichen Felder zu.

 

"Lead Capture" WebService erstellt.

Klicken Sie anschließend auf Save. Das wars! Sie haben einen simplen „Lead Capture“ WebService erstellt, der JSON entgegennimmt und daraus einen CRM Lead erstellt.

 

Was bedeutet Hochverfügbar?

Logic Apps skalieren automatisch mit der Last. Wenn Sie ein neues Produkt launchen und 100.000 Leute den Lead Capture benutzen, werden Sie keine Schwierigkeiten bekommen, da Azure je nach Last automatisch Ressourcen im Hintergrund hinzufügt. Vorbei sind die Zeiten, wo Sie einen fetten Server hatten, der 99% der Zeit nichts gemacht hat, um die 1% Last-Spitzen abzufangen. Lassen sie das doch einfach Microsoft für Sie machen!

 

Das ist doch bestimmt teuer!

Die Logic Apps werden nach Nutzung bezahlt. Die aktuellen Preise entnehmen Sie bitte vom Azure Preisrechner.

In unserem WebService Beispiel verwenden wir einen Trigger und eine Aktion. Pro Ausführung werden also zwei Einheiten verbraucht. Mit den Preisen vom 17. August 2017 zahlen Sie für die ersten 250.000 Einheiten 0,000675€ je Einheit. D.h. wenn Sie 125.000 mal den Beispiel WebService aufrufen, zahlen Sie für die Logic App gerade mal 168,75 €. Es ist nun Ihnen überlassen, wie fair Sie diesen Preis finden.

(Wie üblich sind Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Wir übernehmen keine Garantie für die Preise, da diese von Microsoft festgelegt werden.)

 

Wie sind Ihre Erfahrung mit diesem Thema? Wo liegen Ihre Herausforderungen? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung und freuen uns über einen Kommentar von Ihnen unter diesem Beitrag oder eine Mail an: [email protected]

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Themen: CRM