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Unternehmenskommunikation: Wie wir es geschafft haben, die Social Distance im Corona-Jahr 2020 gemeinsam gut zu überstehen.

Unternehmenskommunikation: Wie wir es geschafft haben, die Social Distance im Corona-Jahr 2020 gemeinsam gut zu überstehen.(Bildquelle: Pixabay)

Das Jahr ist fast um, nur noch zwei Wochen, dann feiern wir schon den Jahreswechsel. Zeit also, sich Gedanken zu machen, wie uns dieses außergewöhnliche Jahr gefordert hat, wie wir mit den Herausforderungen umgegangen sind und was wir aus diesen Erfahrungen nach 2021 mitnehmen wollen.

 

Die größte Herausforderung des Jahres: Die Corona-Pandemie

Ich betrachte das aus einem sehr persönlichen Blickwinkel, der aber eine hohe Relevanz für viele Menschen hat. Und zwar im privaten wie beruflichen Kontext gleichermaßen. Meine Überlegungen, welche Herausforderung 2020 wohl die größte für die meisten Menschen war, führen natürlich direkt zur Corona-Pandemie. Und das ist ja auch richtig, denn diese unerwartete Pandemie stellt unsere Gesellschaften weltweit auf eine harte Probe, jede für sich und natürlich auch in ihren Beziehungen untereinander.

Aber dieser Gedanke ist ja noch sehr global. Warum hat die Pandemie unsere Gesellschaften so hart erwischt, auch hier in Deutschland? Unter anderem deshalb, weil wir eine solche Situation nicht erwartet haben und unser Gesundheitssystem darauf nicht eingestellt war, erst recht nicht über einen so langen Zeitraum. Auch, weil wir als Individuen nicht darauf vorbereitet waren (und vielleicht noch immer nicht sind), uns plötzlich und über eine so lange Zeit sozial distanzieren zu müssen. Und dann natürlich auch, weil unsere Wirtschaft genauso wenig auf eine solche Situation eingestellt war und ist. Die Pandemie hat unser Miteinander auf allen Ebenen komplett verändert, sei es privat, beruflich oder gesellschaftlich.

 

2020 – Ein Jahr voller Veränderungen

Es hat sich so vieles verändert in diesem Jahr und zeitweise habe ich das durchaus als Belastung empfunden. Solche Dinge wie den Mund-Nasen-Schutz, der mich auf allen Wegen begleitet: in der Bahn, beim Einkaufen oder Arztbesuch. Abstand halten nicht vergessen, sich selbst und andere schützen, Hygiene, Hygiene, Hygiene, Hände desinfizieren …

Aber warum haben mich diese vermeintlichen Kleinigkeiten eigentlich belastet? Weil der Mund-Nasen-Schutz so lästig ist und ich ohne ihn viel besser atmen kann? Weil ich die ganze Zeit daran denken muss, dass ich ihn dabeihabe und immer trage, wenn nötig? Weil ich andauernd meine Hände desinfizieren muss (jetzt weiß ich endlich, wie Ärzte sich fühlen)? Weil überall so lange Schlangen sind und ich immer auf alles warten muss? Ja, auch darum.

 

Kommunikation in Zeiten von Social Distancing und Digitalisierung

Aber das alles ist für mich persönlich nicht der Kern dessen, was das Ganze belastend macht. Das ist vielmehr die Tatsache, dass die Verhaltensregeln, die wir alle einhalten müssen, von uns neue Formen der Kommunikation verlangen. Der allerwichtigste Kommunikationsweg, der uns evolutionär eingeprägt ist, ist der direkte: von Mensch zu Mensch, im unmittelbaren Kontakt. Ohne Mindestabstand, ohne Maske, die die Mimik weitestgehend verschluckt und auch ohne Glasfaserkabel und Bildschirme, die ja genau genommen nur ein digitales Abbild unserer Gesichter und unserer Stimmen transportieren.

Kommunikation wird so viel stärker auf den reinen Austausch von Informationen reduziert, doch sie ist ja viel mehr als das. Und das ist für mich persönlich der prägendste Faktor dieser Krise. Ich bin damit aber nicht alleine, sondern meinen Kollegen geht es zum Teil ganz genauso. Wir haben uns daher überlegt, wie wir es schaffen können, unsere Kommunikation untereinander so zu gestalten, dass sie sich wieder lebendiger und reicher anfühlt und auch unser Bedürfnis nach Socializing in einem gewissen Ausmaß befriedigen kann.

 

Die Social Distance überwinden – auch digital?

Eins ist mir bewusst geworden: Nichts kann das Beisammensein und den direkten persönlichen Austausch zu hundert Prozent ersetzen. Aber: Wir haben uns digitale Räume geschaffen, in denen wir uns regelmäßig austauschen. Wir nehmen uns Zeit, über alle Themen zu sprechen, die uns gerade wichtig sind: Wie war unser Wochenende? Wie kommen die Kinder mit dem Homeschooling zurecht? Sind Hund/Katze/Pferd wieder gesund? Hatten wir besondere persönliche Herausforderungen? Wie gestalten wir unser Weihnachtsfest dieses Jahr? Und so weiter.

Wir haben dafür verschiedene Gruppen gebildet, auch bereichsübergreifend. Denn nicht alle von uns kommunizieren ohnehin in einem festen Daily oder Weekly. Es war unser Ziel, wirklich jeden Kollegen abzuholen und einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem alles angesprochen werden kann und wo persönlicher Austausch stattfindet. Auch für die Mittagspause gibt es eine Gruppe, in der wir wöchentlich gemeinsam essen können, wenn wir es wollen, denn alles ist freiwillig.

Dieser Austausch ist komplett digital, dennoch ist die Achtsamkeit, die wir hier in unser Miteinander legen, etwas Besonderes. Das hebt unser Verbundensein in dieser Situation auf ein anderes Level und der entscheidende Punkt ist, dass wir so Räume haben, in denen wir nicht nur etwas gemeinsam bearbeiten und unsere Projekte vorantreiben, sondern in denen wir als Menschen mit unseren Sorgen, Ängsten, Nöten, Freude, Spaß, Humor … unseren Platz finden.

Ein Highlight war für mich in diesem Jahr unsere infinitas-Weihnachtsfeier: natürlich digital! Aber so liebevoll vorbereitet, alleine diese Idee: Jeder von uns hat eine große Weihnachtstüte erhalten. Darin war neben allerlei weihnachtlichen Leckereien ein Lebkuchenhäuschen-Bausatz mitsamt Zuckerwerk für die Dekoration. Wir haben uns dann virtuell zum gemeinsamen Hexenhäuschen-Bau, Glühweintrinken und Plaudern getroffen, dank Microsoft-Teams natürlich alles mit Bild. So konnten wir unsere kleinen Kunstwerke gegenseitig bewundern und wir hatten wirklich jede Menge Spaß.

 

Fazit

Dieses Beispiel zeigt, dass wir die Social Distance ganz grundsätzlich hinnehmen müssen, solange es notwendig ist. Aber wir sind auch gefordert, uns Gedanken zu machen, wie wir in Bezug auf die interne Kommunikation das Beste aus dieser Situation herausholen können. Mit diesem Anspruch können wir den Grad der Distanz selbst skalieren.

Das hört sich möglicherweise nicht so an, als sei es eine große Sache. Vielleicht ist es das auch nicht, aber es sind ja oft die kleinen Dinge und nicht die großen, die viel bewirken. Und eins ist klar: Uns hat diese Möglichkeit, unsere Gemeinschaft zu stärken, dazu verholfen, unsere gemeinsamen Ziele weiterzuverfolgen und auch zu erreichen. Und auch im kommenden Jahr werden wir diesen engen Austausch fortführen, um trotz der Ferne einander ganz nah sein zu können.

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