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Microsoft PowerApps – Dafür ist es nützlich.

Microsoft PowerApps – Dafür ist es nützlich.(Bildquelle: Pixabay)

Mittels Microsoft PowerApps können Applikationen für das Unternehmen auch ohne Entwickler-Kenntnisse erstellt werden. Was PowerApps von Microsoft genau ist und wie Sie es nutzen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Mit Microsoft PowerApps kinderleicht und problemlos zum App-Entwickler werden. Los geht's: 

Was ist PowerApps?

PowerApps ist neben Microsoft Power BI, Microsoft Power Automate (Microsoft Flow) und dem Common Data Service ein Teil der Microsoft-Power-Plattform.

Um Ihnen ein besseres Verständnis zu geben, was PowerApps genau ist, steigen wir mit Ihnen ein wenig tiefer in die Materie ein und erklären Ihnen die Microsoft Power Plattform.

 

Was ist die Microsoft-Power-Plattform?

Microsoft offeriert eine Vielzahl an Business-Applikationen, darunter OneDrive, Dynamics 365, SharePoint, Dynamics 365 Business Central und Outlook. Jede dieser Apps ist in seinen eigenen Bereichen nützlich und effizient. Somit hat jede von ihnen ihre Stärken und Schwächen.

Zum Beispiel hat das ERP-System von Microsoft ein eigenes CRM-Modul, welches einem das Anschaffen einer separaten CRM-Software ersparen sollte. Und dennoch nutzen viele Unternehmen eine separate CRM-Software, weil der Funktionsumfang einfach viel größer ist als der des CRM-Moduls bei der ERP-Software. Dies ist bei firmeninternen Prozessen nicht immer von Vorteil, da dadurch der Dateninformationsfluss unterbrochen wird.

Microsoft ist sich dieses Problems bewusst und hat sich dafür eine Lösung überlegt:

Mit der PowerPlattform (Power Bi, Power Automate, PowerApps, Common Data Service und Daten-Konnektoren) wird eine Verbindung zwischen den Systemen geschaffen. Somit ermöglicht die Microsoft-PowerPlattform eine potenzielle Schnittstelle, um Systemgrenzen zu überbrücken.

Die Komponenten haben folgende Funktion:

  • Power Automate: automatisiert Vorgänge
  • Power BI: ermöglicht das Auswerten von Daten
  • PowerApps: ermöglicht das Erstellen von Benutzeroberflächen/User-Interfaces
  • Common Data Service: speichert und stellt Daten bereit
  • Daten-Konnektoren: ermöglichen die Verbindung mit anderen Systemen

 

Doch was ist nun im Detail PowerApps?

PowerApps ist ein Tool von Microsoft, mit dem man simple bis komplexe Business-Apps erstellen kann. Diese eigenen Apps können dann firmenintern für die Nutzung publiziert werden.

Sie können sich dieses Tool als einen Baukasten vorstellen, mit dem Apps „zusammengeklickt“ werden können. Dieses Zusammenklicken der App ist hauptsächlich das Arbeiten mit Drag & Drop und simplen Formeln. Die Formeln erinnern sehr an die Syntax einer Excelfunktion, weshalb diese ihnen bekannt sein könnten. Außerdem ähnelt das Layout dieses Baukastens dem von PowerPoint.

Somit sollte der Start mit Microsoft PowerApps für diejenigen, die bereits mit Excel und PowerPoint gearbeitet haben, nicht schwerfallen.

Wichtig zu wissen:
Bei einer App, die man über PowerApps erstellt, handelt es sich keineswegs um Apps, wie man sie vom „App Store“ oder „Google Play“ kennt.

Wenn man eine App über einen Store oder auch als APK-Datei aus dem Internet herunterlädt, installiert und abspielt, dann läuft die App lokal auf dem Gerät, auf dem sie installiert ist. Informationen, die über das Netz kommen, werden lokal verarbeitet.

Bei den Apps von PowerApps verhält es sich da ein wenig anders: Die Apps, die über PowerApps erstellt werden, werden in der Cloud gespeichert, und auch die Funktionen der App spielen sich in der Cloud beziehungsweise auf dem Server ab. Dabei werden alle Informationen, die von den Nutzern ausgehen oder an die Nutzer adressiert sind, vorerst in der Cloud verarbeitet.

Microsoft PowerApps basiert auf dem Vorgänger-Baukastenprojekt Siena aus dem Jahr 2013, welches damals an Hobby-Entwickler gerichtet war, um das Tippen von Zeilen aus einem Code durch das Zusammenklicken von Modulen zu ersetzen.

 

Es gibt 3 verschiedene Arten von PowerApps:

Portal-Apps, Canvas-Apps und modellgesteuerte Apps/Model Driven Apps.

Portal-Apps

Portal-Apps gibt es erst seit Juli 2019 und ist sehr hilfreich, wenn es darum geht, Informationen mit Mitarbeitern, Partnern oder Kunden auszutauschen. Sie können damit externe Webseiten erstellen, über die Sie Ihre CDS-Daten (Common Data Service) freigeben können, die es Benutzern in oder außerhalb Ihres Unternehmens ermöglichen, sich mit ihren Anmeldedaten einzuloggen, um Daten im Common Data Service zu erstellen, anzuzeigen oder sogar Inhalte anonym zu durchsuchen.

Im Hinblick auf die Daten können Sie natürlich festlegen, welchem Benutzer was erlaubt ist.

Durch die Möglichkeit, jederzeit und an jedem Ort interagieren zu können, wird die Flexibilität des Unternehmens gesteigert.

 

Canvas-Apps

Canvas-Apps sind sehr leicht und schnell zu entwickelnde Apps, die sofort genutzt werden können. Bei der Canvas-App hat man die volle Kontrolle über Funktion und Layout. Daher ist sie die im Moment am meisten benutzte Art der PowerApps.

Durch ihre mehr als 200 Konnektoren ist sie in der Lage, plattformübergreifend mit Informationen aus diversen Quellen zu arbeiten. Unter anderem mit Twitter, Facebook, Dropbox, Google Drive und Salesforce.

In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie sie eine einfache Canvas-App erstellen können.

 

Modellgesteuerte Apps/Model Driven Apps

Modellgesteuerte Apps/Model Driven Apps sind im Vergleich zu Canvas-Apps nicht so flexibel, denn der Aufbau basiert auf einem festen Datenmodell. Das Layout wird durch die Komponenten bestimmt, die der App hinzugefügt werden. Durch Customizing und JavaScript sind jedoch viele Anpassungen möglich, was wiederum ein gewisses technisches Verständnis voraussetzt. Außerdem bieten modellgesteuerte Apps/Model Driven Apps viel mehr Entwicklungsmöglichkeiten, wodurch komplexere Apps gestaltet werden können.

Das Besondere an den Modell Driven Apps ist, dass man die erstellten Apps dann als Lösung verteilen kann.

 

PowerApps Lizenzierung

Zum Erstellen und Ausführen von PowerApps wird für jeden Benutzer eine Lizenz benötigt.

 

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