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Warum die Unternehmenskultur das Rückgrat eines jeden Unternehmens sein sollte.

Warum die Unternehmenskultur das Rückgrat eines jeden Unternehmens sein sollte.

(Bildquelle: Pixabay)

Was bedeutet Unternehmenskultur?

Das ist die erste Frage, die sich jeder stellen muss, der über Unternehmenskultur schreiben möchte. Denn auf den ersten Blick ist das doch ganz klar, schließlich begegnet einem der Begriff beinahe auf Schritt und Tritt, jedenfalls im Netz. Jedes Unternehmen hat eine, ob sie „gut“ ist oder „schlecht“, ist eine andere (überaus interessante) Frage. Geht man nun kurz in sich und versucht eine Definition, wird schnell klar, dass man einem sehr komplexen Thema gegenübersteht. Und zugleich einem inflationär gebrauchten Modebegriff. Auf jeden Fall ist sie ungeheuer wichtig und jedes Unternehmen sollte sich der eigenen Kultur bewusst sein.

Werte und Normen

Aus den gängigen Begriffsdefinitionen lässt sich ein vereinfachter gemeinsamer Nenner destillieren:

Unternehmenskultur ist die Gesamtheit der gemeinsamen Werte, Normen und Einstellungen, die alle Entscheidungen und Handlungen und somit das Verhalten der Unternehmensmitglieder prägen.

Das bedeutet nach meinem Verständnis, dass die Unternehmenskultur auf gemeinsamen Werten basiert und dass die Mitarbeiter nach diesem Wertesystem agieren. Das ist verständlich, denn ein Unternehmen besteht aus Menschen und wir alle haben verinnerlichte Werte und Normen, also unser eigenes Wertesystem. Und dieses lassen wir morgens nicht zu Hause, sondern wir nehmen es mit, immer und überallhin, auch und besonders  an den Arbeitsplatz, an dem die meisten von uns einen Großteil des Tages verbringen. Nun hat man in einem Unternehmen natürlich viele Menschen, deren Wertesysteme können sehr unterschiedlich sein. Darum ist es wichtig, eine Schnittmenge gemeinsamer Werte zu schaffen. Das Bild der Achterbahn bringt es gut auf den Punkt: wenn das Unternehmen die Wagen sind, dann ist die Kultur das Gerüst. Es muss mit großer Achtsamkeit ständig gepflegt werden, um die Kräfte, die bei den Fahrten darauf wirken, zuverlässig zu tragen. Und das an jedem Tag. Wird es gut gepflegt, dann können diese Kräfte Ihren Weg nehmen und alle die dabei sind, kommen gut an das geplante Ziel. 

 

Mit der eigenen Unternehmenskultur Raum für Wachstum schaffen

Es ist wichtig, sich seiner eigenen Kultur bewusst zu sein, passende Werte für sein eigenes Unternehmen zu definieren, sich damit auseinander zu setzen und eine Kultur zu pflegen, manchmal auch, sie zu verändern. Denn sie legt fest, auf welche Art und zu welchem Zweck gearbeitet wird, schafft den Raum für gemeinsame Ziele und Motivation, für Spaß und Freude an der Arbeit. Eine vitale, positive Kultur, mit der die Mitarbeiter sich identifizieren können und wollen, wird sicherlich Raum für Wachstum in jede Richtung bieten: für die Mitarbeiter in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung und für das Unternehmen, das von solchen Mitarbeitern in jeder Hinsicht nur profitieren kann.

Hört sich toll an, allerdings lässt sich Kultur im Unternehmen (und im Allgemeinen) nicht am Reißbrett planen und dann 1:1 umsetzen. Wenn man bestimmte Werte im Unternehmen etablieren möchte, muss man mit Fingerspitzengefühl vorgehen, jedem Mitarbeiter die Chance geben, mitzugehen und ein Stück weit abwarten und schauen, was sich tatsächlich herausbildet. Dann kann man weiter feilen.. es handelt sich um einen Prozess, der möglicherweise nicht endet, sondern in stetiger Dynamik den Wandel in der Gewichtung von Werten im Laufe der Zeit abbildet.

 

Und wie sieht es bei der infinitas GmbH mit Unternehmenskultur aus?

Wenn ich darüber nachdenke, was uns als Unternehmen hinsichtlich dieser Fragestellung ausmacht, welche Werte hier tatsächlich gelebt werden und inwieweit wir als Mitarbeiter uns gemeinsam bei diesen Werten einfinden, dann fallen mir spontan diese Begriffe ein:

  • Familienfreundlichkeit
  • Zusammengehörigkeit
  • Achtsamkeit
  • Offenheit
  • Ehrlichkeit.

Wir sind definitiv ein Unternehmen, in dem sich die Kultur in einem Wachstumsprozess befindet, es wird gefeilt. Und das bemerkenswerte daran ist, dass dieser Prozess nicht von oben übergestülpt wird. Vielmehr ist jeder Einzelne aufgefordert, sich aktiv einzubringen, wenn er es wünscht. Zwang gibt es nicht. Die Werte, die ich gerade benannt habe, geben dabei den Rahmen vor. Da gibt es natürlich noch mehr, diese Werte sind aber diejenigen, die mir am wichtigsten sind.

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Familienfreundlichkeit – geht nicht gibt’s nicht

Man kann es schon fast nicht mehr hören – „familienfreundlich“ ist ja heutzutage alles und jeder, mindestens theoretisch. Und es würde sicher jedes Unternehmen von sich behaupten, die Belange von Familien im Blick zu haben. Bei uns ist es tatsächlich so, denn die infinitas GmbH ist wirklich ein familienfreundliches Unternehmen.

Für mich ist das besonders wichtig, ich habe zwei Jungs und bin alleinerziehend, dennoch kann ich 35 Stunden in der Woche arbeiten. Das geht, weil ich für die Stunden, in denen ich nicht vor Ort im Büro sein kann, im Homeoffice arbeite. Das ist natürlich auch ein vieldiskutiertes Modell. Bei uns funktioniert es sehr gut. Meine Kids sind in der Firma auch immer gerne gesehene Gäste und fühlen sich hier „wie zu Hause“. Dabei bleibt immer  klar, dass Arbeit Arbeit ist, doch irgendwie laufen die Fäden hier auf eine tolle Art zusammen und es ist sicher nicht alles, aber ganz vieles möglich, dass uns als Familie schon so manchen Tag  gerettet hat.

Und dieses Prinzip, dass die Familie ein ganz wichtiger Teil des Lebens ist und eben nicht jeden Tag um 8 Uhr an der Schwelle zum Büro endet und um 16 Uhr dort erst wieder beginnt, gilt für jeden einzelnen meiner Kollegen genauso wie für mich.


Zusammengehörigkeit – das „Wir“- Gefühl

Auch dies ist ein wichtiges Thema, denn unsere Branche bringt es mit sich, das viele Kollegen hauptsächlich außer Haus bei Kunden tätig sind, manche haben auch dort ihre Büros. Andere wiederum arbeiten fest hier im Haus und sehen sich täglich. Der Austausch zwischen „Internen“ und „Externen“ ist daher im beruflichen Alltag selten, langfristig  gesehen fördert so ein Zustand natürlich nicht das Gefühl von Zusammengehörigkeit, das „Wir“. Ein wichtiger Grund für uns, diesem "Wir" Raum und Zeit zu geben und einmal im Monat zusammenzukommen und etwas Gemeinsames zu unternehmen.

Das Schöne daran ist, dass auch hier nichts aus irgendeiner Richtung übergestülpt wird. Im Gegenteil. Auf kreative und spielerische Art und Weise hat die Geschäftsführung uns alle eingeladen, unsere Ideen für diese Treffen einzubringen. Egal ob Tagesausflug, Kneipenbesuch, Bar, Kino oder einfach gemütliches Zusammensitzen bei Speis und Trank und dem einen oder anderen Film in den Firmenräumen oder oder oder… es gab keine Vorgaben. 

Das wirklich kreative beim Einsammeln der Ideen war, dass dies in Form eines Gewinnspieles passierte. Da sprudelten die Vorschläge nur so heraus – und am Ende hat jeder Mitarbeiter etwas wirklich Wertiges gewonnen. Und seine eigenen Ideen eingebracht.

Wir haben so viele davon, dass wir uns bestimmt zwei Jahre lang keine Gedanken mehr darüber machen müssen. Das wirklich Wichtige ist aber: wir sind sofort an die Umsetzung gegangen. Ein fester Tag im Monat steht, die ersten Treffen sind gelaufen und die nächsten bereits in Sicht. Auf diese Art rückt das „Wir“ – Gefühl näher heran als bisher.


Achtsamkeit … noch so ein überstrapazierter Begriff?

Bei uns nicht. Achtsamkeit wird gelebt. Das mache ich beispielsweise daran fest, dass ich mit all meinen Belangen ernst genommen werde. Das heißt nicht, dass jeder immer alles gut findet, was ich tue oder auch nicht tue. Oder dass ich alles gut finde, was meine Kollegen tun oder nicht. Es heißt vielmehr, dass mir grundsätzlich unterstellt wird, dass jede meiner Aussagen oder Handlungen einen guten Grund und eine gute Absicht hat, auch wenn vielleicht nicht das gewünschte Ergebnis dabei herauskommt.

Es heißt auch, dass jede meiner Ideen, die ich an irgendeiner Stelle einbringe, es wert ist, betrachtet zu werden. Und wenn sie nicht passend ist, wird sie dennoch nicht abgewertet, sie passt dann eben einfach nicht. Vielleicht ist sie auch nicht gut, kann ja auch mal vorkommen. Abgewertet wird sie dennoch nicht.

Es heißt weiterhin, dass wir uns auch in der Gruppe so verhalten, dass niemand abgewertet wird. In diesem Klima kann sich vieles entfalten, und manchmal passieren überraschende Dinge. Das habe ich leider schon GANZ ANDERS erlebt. Abwertung ist meiner Meinung nach ein Killer von vitalen sozialen Beziehungen und von ganz großer Ignoranz gekennzeichnet. Aber darüber müssen wir uns hier glücklicherweise keine Sorgen machen.

 

Offenheit und Ehrlichkeit

Ich finde es einfach angenehm, dass ich meine Ideen und Gedanken offen äußern kann und dass ich mit Fehlern, seien es nun meine eigenen oder auch nicht, offen und konstruktiv umgehen kann. Ich brauche das, um mich entwickeln zu können. Ansonsten bliebe ich ganz eingeengt. Natürlich ist dies in beide Richtungen wichtig: von mir in Bezug auf andere, aber auch von anderen in Bezug auf mich. Für mein Empfinden ist diese Art des Umgangs bei uns in einem hohen Maß anzutreffen und ich wollte und könnte das nicht missen.

 

„Gute“ oder „schlechte“ Kultur im Unternehmen?

Wie eingangs gesagt: jedes Unternehmen hat eine Kultur, genau wie jeder Mensch. Ich finde, wir sollten uns nicht so sehr auf die Frage konzentrieren, ob unsere eigene Unternehmenskultur denn nun gut oder schlecht ist. Sondern vielmehr fragen, ob sie zu uns passt oder nicht. Es gibt mit Sicherheit nicht die eine gute Kultur, die dann für jedes Unternehmen passend ist.

Und ob sie passend ist, hängt von den Menschen im Unternehmen ab, von der Vision, dem Ziel. Auch bei uns. Insofern kann ich für dieses Unternehmen sagen, dass wir eine Kultur haben, die wir wertschätzen und pflegen, auch im Prozess des Wandels. Und das ist definitiv gut.

Auf jeden Fall ist es sehr spannend, dieses Feilen und herausfinden, wer wir denn eigentlich genau sind, was uns wichtig ist. Wir geben uns selbst unsere passende Form. Und lernen dabei eine Menge. Für die Gemeinschaft und für uns selbst. Ich freue mich, dass ich eingeladen bin, mich in diesen Prozess einzubringen.

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Themen: Unternehmenskultur