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Mit dem Minimumprinzip gewinnen: Effiziente Social-Media-Aktivitäten für mehr Sichtbarkeit im Netz.

 

An Social-Media-Aktivitäten kommt kein erfolgsorientiertes Unternehmen mehr vorbei. Kunden erwarten eine informierende Website sowie regelmäßige Informationen über soziale Plattformen, wie zum Beispiel Erfahrungsberichte über Dienstleistungen oder die neuesten Angebote. Es wirkt mittlerweile so, als wenn Unternehmen nicht mehr existieren würden, wenn sie nicht im Netz sichtbar sind. Wie integriere ich aber diese Aktivitäten effizient in meinen Unternehmensalltag?

Hürden erkennen

Noch immer legen gerade kleine und mittelständische Unternehmen nicht genug Wert auf ihre Social-Media-Aktivitäten, um tägliche, wöchentliche oder monatliche Routinen festzulegen. Verständlich: Auch wenn Posts auf sozialen Plattformen nichts kosten, ist das Engagement im Bereich Social Media nicht kostenlos: Personalkosten und Zeit für Recherche und Contenterstellung wollen ja auch bezahlt werden.

Es gibt viele weitere Gründe, warum es so schwer ist, sich an eine regelmäßige Routine zu halten. Letztendlich haben sie alle dieselbe Grundlage: Die Wichtigkeit der Social-Media-Aktivitäten wurde noch nicht erkannt und priorisiert. Oder zumindest scheint es immer wichtigere Aufgaben zu geben, die vorher erledigt werden müssen.

Deswegen aber keine klaren Routinen und Zuständigkeiten festzulegen und das Engagement nach Zeit (und Lust) zu begrenzen, ist doppelt kontraproduktiv, da es tatsächlich dann noch länger dauert, mehr kostet und weniger erreicht.

Unser Tipp: Jede Routine ist besser als keine Routine. Legen Sie los!

 

Zuständigkeiten festlegen

Aktivitäten in den sozialen Medien können erst ihren Platz und die Wertschätzung in Ihrem Unternehmen erhalten, wenn durch verbindliche Zuständigkeiten festgelegte Ergebnisse erzielt werden. Dafür brauchen Sie einen strukturierten Plan und verantwortliche Mitarbeiter.

Egal wie groß Ihr Unternehmen ist oder wie viele Mitarbeiter in Ihrem Team sind, eine feste Routine ist eine wesentliche Voraussetzung für eine konstante Leistung – andernfalls wird es umso schwieriger, Erfolg mit Ihren Social-Media-Aktivitäten zu haben.

Unser Tipp:
Ob kleines, mittelständisches oder großes Unternehmen – weisen Sie die Social-Media-Rolle am besten einer bestimmten Person zu, um klare Verhältnisse und Rollen zu schaffen (Social-Media-Manager). Stellen Sie dieser Person eine ausreichende Menge an Zeit pro Tag und Woche zur Verfügung, um die Aufgaben fokussiert erledigen zu können und stellen Sie sicher, dass dies vom Rest des Unternehmens respektiert wird.

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Ohne diese Zuordnung werden die Social-Media-Aktivitäten möglicherweise zusätzlich zu der bereits vorhandenen Arbeit weitergegeben und in den Arbeitsalltag hineingequetscht – keine gute Voraussetzung, um wirkliche Erfolge zu erzielen.

 

Planen Sie Ihre Social-Media-Aktivitäten

Bevor Sie starten, Routinen für Ihre Social-Media-Aktivitäten zu entwickeln, checken Sie, ob Sie folgende Punkte für eine Social-Media-Strategie bereits erledigt haben:

  1. Haben Sie Ihre Buyer Persona und Zielgruppe für Ihre Aktivitäten festgelegt?
  2. Haben Sie sich ein eindeutiges Ziel für Ihre Aktivitäten gesetzt? (SMART)
  3. Haben Sie die Social-Media-Plattformen identifiziert, auf denen sich Ihre Buyer Persona bewegt?
  4. Ist Ihre Unternehmensdarstellung auf diesen Plattformen optimiert?
  5. Haben Sie auf diesen Plattformen Gruppen gefunden, in denen sich Ihre Buyer Persona engagiert
  6. Wo und wie engagiert sich Ihre Konkurrenz?
  7. Wissen Sie, welche Informationen Ihre Buyer Persona im Kaufentscheidungsprozess (Buyers Journey) benötigt? Und haben Sie einzigartigen, interessanten und hilfreichen Content für Ihre Buyer Persona entwickelt? Hier bietet sich besonders ein regelmäßiger Blog an, mit informierenden Inhalten für Ihre Buyer Persona.

Können Sie hinter diesen Punkten einen Haken setzen, dann können Sie jetzt Ihre täglichen, wöchentlichen und monatlichen Routinen entwickeln.

 

Unterscheiden Sie zwischen Aktivitäten für eigene Beiträge und responsiven Aktivitäten

Ihre Social-Media-Routinen sollten Sie dabei in zwei verschiedene Arten unterteilen. Aktivitäten, um Ihren eigenen Content zu verbreiten und Aktivitäten, die responsiv und proaktiv sind, wie zum Beispiel das Kuratieren und Kommentieren fremder Inhalte sowie die Reaktion auf Nachrichten, Kommentare oder Erwähnungen Ihrer Beiträge oder Ihres Unternehmens.

Bei der Erstellung Ihrer eigenen Beiträge ist die wichtigste Basis die Erkenntnis, dass auch scheinbar spontan erscheinende Aktivitäten im Voraus geplant werden sollten. Vor allem, wenn Sie erfolgversprechende Kampagnenelemente wie die Leadgenerierung (Landingpages) einbauen oder ein Live-Video einbetten möchten. Planen Sie also Ihre Inhalte im Voraus:

 

Interner Redaktionskalender

Es gibt keinen Grund, warum Sie nicht an einem 6, 9 oder sogar 12-monatigen Redaktionsplan arbeiten könnten. Gerade für die Verbreitung Ihrer Blogbeiträge in den sozialen Netzwerken bietet sich das an. Vielleicht können Ihnen sogar Kollegen bei der Erstellung der Inhalte helfen, da ihnen genug Vorlauf zur Verfügung steht, sich bestimmter Themen anzunehmen. Stellen Sie dabei sicher, dass Sie die Beiträge bereits vor dem Veröffentlichungsdatum erhalten, um diese zu optimieren und an einer passenden Stelle einzustellen.

Interne Werbeaktionen, Termine und andere Schwerpunkte

Erstellen Sie zusätzlich zu Ihrem Redaktionskalender eine Übersicht über Werbeaktionen, Termine oder andere Schwerpunkte in Ihrem Unternehmen. So werden auch diese wichtigen Informationen für Ihre Zielpersonen nicht im Arbeitsalltag vergessen und Sie können die dazu passenden Inhalte weit im Voraus erstellen und einplanen.

 

Effektives Kuratieren von fremden Inhalten

Ob Sie externe Inhalte täglich kuratieren oder wöchentlich in größeren Mengen, hängt von der Art Ihres Unternehmens ab. In beiden Fällen wollen Sie jedoch nicht stundenlang im Internet recherchieren. Abonnieren Sie stattdessen Ihre bevorzugten Websites und Blogs in einem Tool wie Feedly.com. Erstellen Sie Ordner basierend auf für Sie relevanten Themen. So können Sie schnell passende Artikel finden und auf Ihrer Unternehmensseite teilen, liken und/oder kommentieren.

 

Responsive Social-Media-Aktivitäten

Hier kümmern Sie sich um das Ansehen Ihres Unternehmens und Ihrer Marke. Es ist wichtig, dass Sie auf Kommentare, Likes und Shares zu Ihren eigenen Inhalten reagieren und Fragen beantworten. Verstehen Sie diesen Teil Ihrer Aufgabe als Kundenservice. Möglicherweise finden Sie positive Kommentare, die Sie fördern und feiern möchten. Beantworten Sie aber auch gewissenhaft negative Reaktionen, von denen Sie lernen können und die Sie trotz allem mit einer passenden Antwort zu einem positiven Ergebnis führen sollten.

 

Proaktive Social-Media-Aktivitäten

Suchen Sie in den Netzwerken nach der Möglichkeit, sich mit Experten und Gesprächen zu befassen, die Ihrem Unternehmen in der Sichtbarkeit und beim Image helfen. Ein einfaches Beispiel ist das Retweeten bzw. Teilen von Inhalten. Mit nur fünf geteilten Beiträgen pro Tag erreichen Sie bis zum Ende des Monats weitere 100-150 Social-Media-Updates im Namen Ihres Unternehmens. Dies ist eine großartige Möglichkeit, Ihr Publikum zu vergrößern und Ihre eigene Sichtbarkeit weiter aufzubauen. Weitere Möglichkeiten sind die aktive Teilnahme an Facebook-, Xing- und LinkedIn-Gruppen sowie Live-Videostreams – immer mit dem Fokus, sich weiter online im Allgemeinen und in Ihrer Branche zu vernetzen.

Unser Tipp: Versäumen Sie nicht, wenn Sie jemandem folgen oder dessen Seite mögen, ihn wissen zu lassen, wer Sie sind und wie interessant und wichtig es für Sie ist, sich mit demjenigen in Verbindung zu setzen. Machen Sie aktiv auf sich aufmerksam und werden Sie sichtbarer als Ihr Wettbewerb.

 

Ihre tägliche Social-Media-Routine und Monitoring

Auch ohne Unterbrechungen werden 30 Minuten leider nicht ausreichen, Ihre täglichen Routinen erfolgversprechend umzusetzen. Mit einem Minimum von einer Stunde pro Tag, also fünf Stunden pro Woche, sollten Sie jedoch am Anfang zurechtkommen, um Ihre sozialen Profile auf Kommentare, Likes und Shares zu überprüfen sowie proaktiv nach fremden Inhalten anderer Personen oder Unternehmen zu suchen und sich mit ihnen zu befassen.

Legen Sie am besten an jedem Tag genaue Zeiten fest, wann Sie oder Ihr Social-Media-Manager sich auf die Social-Media-Aktivitäten konzentrieren soll. Dies stellt sicher, dass konzentriert gearbeitet werden kann und andere Mitglieder des Teams nicht andere Arbeiten oder Aufmerksamkeit fordern.

Widmen Sie sich am besten immer gleich zu Beginn des Tages dem Social-Media-Monitoring und dem Abrufen Ihrer Nachrichten, um auf alle relevanten Informationen oder Fragen zeitnah reagieren zu können. Sichern Sie sich aber auch mittags und kurz vor Feierabend noch einen kleineren Zeitraum, um auf Interaktionen eingehen zu können.

Und zum Schluss ganz wichtig:

 

Analysieren Sie die Ergebnisse Ihrer Social-Media-Aktivitäten

Das Veröffentlichen von Beiträgen ist wichtig. Genauso alle anderen Aktivitäten, die Sie durch Ihre definierten Routinen erledigen. Wichtig ist aber auch, dass Sie überprüfen, wie gut Ihre Inhalte ankommen und ob Ihre Social-Media-Strategie funktioniert.

Ohne eine Analyse arbeiten Sie blind, denn nur Social-Media-Berichte zeigen Ihnen, was funktioniert und was nicht. Natürlich können Sie auch so feststellen, dass einige Ihrer Beiträge eine bessere Leistung erbringen als andere, aber nur ein umfassender Bericht hilft Ihnen, die Stärken und Schwächen Ihrer Social-Media-Aktivitäten wirklich zu analysieren. Tools wie Hootsuite, Buffer oder HubSpot können Ihnen dabei helfen.

Stellen Sie also unbedingt sicher, dass die Analyse Ihrer Aktivitäten und die Berichterstellung ein fester Teil Ihrer Social-Media-Routine ist. Denn auch hier ist eine Routine ein erprobter Weg zum Erfolg. Stellen Sie durch monatliche Social-Media-Berichte sicher, dass Sie Monat für Monat auch wirklich Ihre Ziele erreichen oder Dinge, die nicht so gut laufen, überprüfen und ändern können.

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